Projektinformation

Projektinformation – ShareTech

Dieses Projekt wird durch die Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
im Rahmen des Programms
„Talente“ in der 6. Ausschreibung Talente regional gefördert.
Projektlaufzeit: September 2017 bis August 2019

Kinder und Jugendliche beschäftigen sich vielfältig mit dem Thema Sharing (gemeinsam nutzen statt besitzen). Dazu bedarf es sowohl geeigneter Informationstechnologien (digitalisierter Zugang, automatisierte Buchung), als auch entsprechender Medien- und sozialer Kompetenzen. Gelingt es, SchülerInnen (mit Migrationshintergrund oder sozialen Nachteilen) entsprechende Fähigkeiten und Inspirationen zu vermitteln, kann auch der subjektive Blick für neue Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten erweitert werden.

Das soll im Projekt ShareTech gelingen.

Neue Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen es heute, Objekte und Ressourcen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß zu „sharen“ – also zu teilen. Gleichzeitig zeigt sich, dass Sharing (gemeinsam nutzen statt besitzen) derzeit eher von jungen, gut gebildeten, technologieaffinen und urbanen Personen genutzt wird. Sozial benachteiligte Gruppen, insbesondere Gruppen mit Migrationshintergrund, scheitern oft am fehlenden kommunikationstechnologischen Wissen. Es hat sich in vielen Feldern bewährt, Kinder und Jugendliche mit innovativen Möglichkeiten vertraut zu machen, um so auch der Elterngeneration neue Perspektiven zu vermitteln. Genau hier setzt die Idee dieses Projektes an: Chancengleichheit in Bezug auf Sharing, braucht einen Probebetrieb, über den Basiswissen zu digitalen Nutzungssystemen vermittelt wird. Gleichzeitig geht es auch darum, sich kritisch mit der Vielzahl der (digitalen) Angebote auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stehen jene, deren Teilhabe an Innovationen (noch) von Restriktionen sozialer und/oder kultureller Art beeinflusst ist.

Das Projekt strebt folglich eine Kombination aus der Vermittlung von digitalen Kompetenzen, Sozialkompetenzen, sowie Medien- und Umweltkompetenzen an. SchülerInnen, vor allem SchülerInnen mit Migrationshintergrund, werden als Teil des Forschungsteams inkludiert, das sich (durchaus auch kritisch) mit sozialen Aspekten wie Normen, Nutzungsregeln und Umgang mit Gemeinschaftseigentum sowie der Entwicklung von technologischen Grundkompetenzen beschäftigt.

Das Thema Sharing wird unter Ausnutzung bestehender Synergien zu Projektangeboten in den Projektschulen (beispielsweise eLearning Initiative, Mentoring Projekte, E-Mentoring Plattform) bearbeitet. Das Prinzip der Partizipation der Kinder und Jugendlichen zieht sich durch das ganze Forschungsdesign. Nachdem das Sharingpool zusätzlich in der Freizeit zur Verfügung stehen soll, werden auch die Nachmittagsbetreuung und der Elternverein eingebunden.

Es wird besonderer Wert auf gendergerechte und didaktisch vielfältige Vermittlung gelegt. Die Methodik des forschenden Lernens wird den Mädchen und Burschen altersgerecht erschlossen. Höhere Jahrgänge werden auch in die Forschungsdokumentation (Protokolle, Auswertung, E-Portfolios, etc.) einbezogen und mit der humorvollen Aufbereitung von (mehrsprachigen) Videobotschaften und Comics betraut.

Wesentlicher Bestandteil des Projektes ist, prestigeträchtige und attraktive Sport- und Bewegungsgeräte sowie teure Spiele und Anwendungen auch jenen Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen, für die diese Objekte nicht leistbar sind. Dieser Ausbildungsansatz erhöht nicht nur die Bereitschaft der SchülerInnen, ein System forschungsbasiert mitzuentwickeln, sondern soll auch auf die künftige Nutzung von Sharingsystemen wirken.